"Besorgte" Musiker und andere Unsympathen

Dieses Thema im Forum "Musik allgemein" wurde erstellt von Alphawolf, 12. November 2020.

  1. Gunga

    Gunga Parkrocker

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  2. arm3nia

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  3. Mast3rOfPupp3ts

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    Scheiße ey...den Clapton mochte ich echt sehr....oh Mann.
     
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  4. Alphawolf

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    Unter den Tagestouristen, die sich gestern das Capitol mal ganz genau anschauen wollten, war einigen glaubhaften Berichten und Fotos zufolge wohl auch der seit Jahren für Geschwurbel anfällige Jon Schaffer (Iced Earth) :facepalm:
     
  5. ostrichz

    ostrichz Parkrocker

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    Fand damals schon When the eagle cries bisschen peinlo.
    Ariel Pink war ebenso vor Ort. Bei dem war ja leider auch schon länger bekannt, dass er n Rad ab hat.
     
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  6. thedoomass

    thedoomass Parkrocker

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  7. arm3nia

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  8. Alphawolf

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  9. Sabsy

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    Der Artikel ist zwar neu, die News an sich allerdings nicht. Gut, wenn das jetzt aber noch weiter verbreitet wird!
     
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  11. McLeo

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    Du scheinst nicht so richtig zu verstehen, dass eine Tat schon verjährt sein kann oder gar Fehlverhalten vorliegt, wenn es strafrechtlich nicht relevant ist.

    Dazu kommt, dass solche Fälle eben ganz oft ohne Zeugen geschehen.

    Insofern ist es total geil, dass sich ganz viele Frauen endlich trauen, etwas zu sagen, selbst wenn ihre Karriere und Existenz von Abhängigkeitsverhältnissen bestimmt ist und da wäre es noch viel geiler, wenn man als Mann entweder die Fresse hält oder supported, übrigens auch dann, wenn es mal falsche Anschuldigungen gab und immer wieder geben wird.

    Das sind nämlich ziemlich große Ausnahmen.
     
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  12. Snakecharmer22

    Snakecharmer22 Parkrocker

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    Und dennoch sollte bis entsprechende Ermittlungen eingeleitet werden (ob verjährt oder nicht) die Unschuldsvermutung gelten. So zumindest mein Verständnis von Rechtsstaat. Wenn bisher unbewiesene Anschuldigungen reichen, um Existenzen zu vernichten, dann ist das aus meiner Sicht nicht rechtens. Wobei Manson sicher nicht am Hungertuch nagt, aber es geht ums Prinzip. Wir haben verbindliche rechtsstaatliche Regeln, und an die sollte auch gehalten werden. Was du vorschlägst( Fresse halten oder supporten) ist übrigens wieder astreines Beispiel der #cancelculture.
     
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  13. Diablo0106

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    Was McLeo da schreibt ist aus juristischer Sicht natürlich völliger Unsinn. Frei nach dem Motto "die Mehrheit der Anschuldigungen ist rechtens, von daher hauen wir mal fleißig auf den Verdächtigen drauf, obwohl seine Unschuld noch nicht bewiesen ist". Du hättest wahrscheinlich damals auch bei den Central Park Five am lautesten nach Gefängnis geschrien.

    Ansonsten das was @Snakecharmer22 sagt.
     
  14. McLeo

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    Euch ist aber schon bewusst, dass diese Vorwürfe seit Jahren bestehen und sich einfach keine alte Sau dafür interessiert hat.

    Die ganzen Frauen gehen doch den Weg der Öffentlichkeit nicht, weil sie in ihrem Job, ihrem Umfeld oder bei den Ermittlungsbehörden auf offene Ohren gestoßen wären.

    Marilyn Manson: „Ich würde ihr am liebsten den Schädel zertrümmern.“

    Das sind detaillierte Vorwürfe von fünf Frauen und selbstverständlich muss da die Plattenfirma reagieren.

    Dass Manson ohne Richterspruch weiterhin ein freier Mann bleibt, ist absolut klar und rechtsstaatlich wohlbegründet.

    Es ist aber genauso das Recht eines Geschäftspartners den eigenen Ruf zu schützen und die Zusammenarbeit zu beenden, wenn derart drastische Vorwürfe erhoben werden.

    Auf etwaige Unterschiede zwischen Strafrecht und Zivilrecht gehe ich aus Gründen der Komplexität gar nicht ein.

    Nur soviel: Gott sei Dank reagieren Firmen in der Unterhaltungsbranche mittlerweile auf solche Vorwürfe und halten nicht ein System aufrecht, dass die Opfer stigmatisiert, ausgrenzt und beruflich vernichtet, anstatt Vorwürfe ernst zu nehmen und Behörden bei der Aufarbeitung zu unterstützen, auch wenn der Beschuldigte mächtig und wichtig ist.

    Dieses System hatten wir in Hollywood und anderswo wahrlich lange genug und ich weiß gar nicht, wie erbärmlich man sein muss, so etwas mit den Central Park Five zu vergleichen, fünf Jungs die nie in Verdacht standen, über Jahre mehrere Frauen sexuell und gewalttätig ausgenutzt und missbraucht zu haben, sondern einfach am falschen Ort waren und wegen ihrer Hautfarbe für ein Verbrechen verantwortlich gemacht wurden.

    Schäm dich dafür @Diablo0106 du hast wirklich schon viel Mist verzapft in diesem Forum, aber dieser komplett erbärmliche Vorwurf ist wirklich ein neuer Tiefpunkt von dir.

    Aber vermutlich hättest du auch noch beim Frontmann von Lostprophets auf unschuldig plädiert, bis das Baby eine detaillierte Aussage macht und den Täter identifiziert.

    Ich hoffe du merkst an diesem Beispiel, wie weit du dich im Ton vergriffen hast.
     
    #36 McLeo, 3. Februar 2021
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2021
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  15. Sabsy

    Sabsy Parkrocker

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    Manchmal hab ich das Gefuehl, das diese ganze "Innocent until proven guilty" Mentalitaet nur von Leuten kommen kann, die sehr weit davon entfernt sind, solche Erfahrungen selber schon gemacht zu haben. Ich glaube den Frauen und Maennern, die sich in der Hinsicht in die Oeffentlichkeit gestellt haben, denn ich weiss, wie viel verdammter Mut dazu gehoert. Mut, den ich noch immer nicht habe.
     
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  16. Alphawolf

    Alphawolf Schnauzer-Andi
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    Dass wir gesamtgesellschaftlich bei diesem heiklen Thema noch keinen sensiblen Mittelweg zwischen Unschuldsvermutung auf der einen Seite und dem Ernstnehmen von Betroffenen auf der anderen Seite gefunden haben, ist leider immer wieder spürbar. Besonders, wenn solche unangebrachten Kampfbegriffe wie Cancel Culture dafür herhalten müssen. Lang, viel zu lang, sind wir bei sowas, wenn man sich eine Waage vorstellt, dabei vermutlich zu stark (auch wenn das in dem Kontext eher unbeholfen klingt) Richtung Unschuldsvermutungsseite geneigt. Die Alternative wäre mal wieder so lange rumzueiern, bis sich alles im Sande verläuft, weil natürlich Aussage gegen Aussage steht, wie es bei sexualisierter Gewalt nun mal so gut wie immer ist, weil man sie nicht beweisen kann, oft nicht einmal, wenn das Opfer schneller den Mut gefasst hätte, sich öffentlich genau dem auszusetzen, was Evan Rachel Wood jetzt passiert (was da zu lesen ist, dreht einem den Magen um). Ein scheiß Szenario wäre das.

    Wenn man über die ganze Angelegenheit mit der gebotenen Fairness, rational aber auch mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen für Betroffene berichtet, dann ist damit keinem geschadet. Das Glück hatte Kachelmann damals nicht, das stimmt. Dass Kachelmann, den ich durch und durch dafür bewundere, wie er die Falschbeschuldigung und das, was in den Medien mit ihm passiert ist, verarbeitet, wirkt allerdings auch allgemein wie die letzte (und einzige) argumentative Bastion derer, die sich erst mal reflexhaft nicht mit solchen Anschuldigungen auseinandersetzen wollen und damit von Anfang an eben jene Anschuldigungen abwerten. Das hat dann zwar kein schickes Buzzword wie Cancel Culture, um es zu beschreiben, aber finde ich als Reaktion weitaus schlimmer.

    Wenn übrigens nur 10 % der "Künstler", die sich von der Cancel Culture so stark betroffen fühlen, tatsächlich mal gecancelt werden würden, wäre ich schon mal zufrieden.
     
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  17. Snakecharmer22

    Snakecharmer22 Parkrocker

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    Dass in den letzten Jahren die Sensibilität für Missbrauchsvorwürfe gestiegen ist, finde ich übrigens gut und habe das auch mit keinem Wort in Abrede gestellt. Noch vor geraumer Zeit, wäre sie dafür lapidar abgekanzelt worden ("Warum erst jetzt?", "Bei Manson weiß man ja worauf man sich einlässt" etc), und der Fall hätte sich erledigt gehabt. Solche Aussagen kenne ich aus meinem eigenen Familien- und Freundeskreis sehr gut und ich verachte sowas. Den Mut den es braucht, um solche Geschichten publik zu machen bewundere ich, zumal es in diesem Fall Evan Rachel Wood sicherlich finanziell und reputativ nicht nötig hätte, sich damit zu profilieren, was Frauen/Männern im Showgeschäft ja gerne mal bei Vorwürfen sexueller Art unterstellt wird.

    Ich betrachte einfach mt Sorge den seit wenigen Jahren um sich greifenden Trend, dass Instanzen - hier Mansons Plattenfirma nur als eines von vielen Beispielen - aufgrund von (bisher) unbewiesenen Aussagen, solche krassen Konsequenzen ziehen, die Karrieren und Existenzen ruinieren können. Leider hat man da eben aufgrund mehrerer Vorkommnisse Grund zur Annahme, dass man sich da einem gesellschaftlichen Druck aus gewissen politischen Kreisen beugt, um nicht selbst ein paar Tage später am Pranger zu stehen. Das schadet der Sache um Aufklärung sexuellen Missbrauchs mehr, als es ihr nutzt. Ein Blick in die Debattenkultur der USA genügt, um das verheerende Ausmaß einer fehlgeleiteten Diskussions- und Aufklärungskultur anschaulich betrachten zu können. Dass dafür dann ein blödes Modewort wie cancel culture herhalten muss ist schade, da es häufig von Alt - right Aktivisten refelxartig aufs Tapet gebracht wird, aber mir fiel da einfach kein besseres ein, mea culpa. Ich versuche, das in Zukunft möglichst zu vermeiden.

    Für mich schließt es sich einfach nicht aus, die Vorwürfe gegen Manson widerwärtig und verachtenswert zu finden, aber gleichzeitig die mediale und gesellschaftliche Vorverurteilung ohne entsprechenden Schuldspruch gleichsam abzulehnen. Wenn da beide Fronten etwas aufeinander zugingen, wäre der Aufklärung und dem Fortschritt den wir zweifelsohne bei Missbrauchsvorwürfen gesellschaftlich gemacht haben, mehr geholfen.

    Übrigens gutes Beispiel abseits Kachelmann ist Johnny Depp. Der wurde seine Rolle als Grindelwald los, hat nen Haufen Kohle verloren und den Ruf eines Frauenschlägers wird er so schnell nicht mehr los, da ihn per gerichtlichen Entschluss ein Boulevardblatt offiziell so nennen darf, obwohl die Vorwürfe direkt nie bestätigt waren, bzw. seine Exfrau Heard ebenso in diese toxische Geschichte involviert war. Genau deswegen sollte man einfach mal die Füße stillhalten und Gerichtsbeschlüsse bzw. Ermittlungen abwarten, dafür sind die da.

    Gegen Biden wurden übrigens ebenfalls Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs laut letztes Jahr. Wurde seltsamerweise nicht so stark thematisiert, bzw dessen Rücktritt als Präsidentschaftskandidat gefordert. Just sayin.
     
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  18. Hooch

    Hooch Ebenezer Hooch

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    Vielleicht weil hinter Biden ein ganz anderer Machtapparat steckt. Der Vergleich mit dem Rosenkrieg zwischen Heard und Depp sitzt auch nicht.

    Die Wahrheit bei Manson kennt man nicht, wird man vielleicht nie kennen. Ich weiß nur, dass Evan Rachel Wood mit den (übrigens bereits jahrelang bekannten) Vorwürfen viel zu verlieren hätte und ihr mehrere andere Frauen, die was mit Manson zu tun hatten, beistehen.
     
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