Death Metal ... für Dummies

Dieses Thema im Forum "Musik allgemein" wurde erstellt von vorsicht_bissig, 16. Juni 2019.

  1. vorsicht_bissig

    vorsicht_bissig Parkrocker

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    @Alphawolf

    Kannst Du dem nicht-(Black)-Metal-affine Arm des Forums (dem ich angehöre) gelegentlich mal diese Art von Musik erklären? So ganz allgemein, meine ich.

    Ich habe mir bei RIP´19 den Anfang von Behemoth gegeben und muss zugeben, das ich vom thetralischen Opening-Szenario durchaus erst mal fasziniert war … nachdem ich "so etwas" noch nie gesehen hatte. Allerdings fiel es mir im weiteren Verlauf schwer, das Ganze nachzuvollziehen.
    Mir kam das ganze vor wie eine Kunst-Performance (oder der Versuch einer solchen) mit live erzeugter Geräusch-Untermalung.

    Was findet der Black-Metal Fan an diese Musik? Die Lust/Spaß am morbiden per sé? "Ausleben" okkulter Vorlieben? Was macht den "typischen" Hörer aus? Gibt es den überhaupt oder ist er/sie genauso vielfältig wie ein Anhänger eines beliebig anderen Gerners?

    Detailfrage: Kannst Du eigentlich die Lyrics verstehen? Ich könnte mir vorstellen, dass die Lyrics bei diesem Genre nicht ganz unwichtig sind ... aber wer bitte soll hier Wörter identifizieren? Oder erschließt sich das nur einem elitären Kreis (möglicherweise nach mehrjähriger Hör-Übung) und mein gewöhnliches Hörorgan ist schlichtweg zu unterentwickelt um dem Ganzen folgen zu können?

    Fragegrüße,
    vom Tom
     
    Doctahcerveza, DuckieW und Gledde gefällt das.
  2. Alphawolf

    Alphawolf Schnauzer-Andi
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    Puh, da muss ich erst mal eine Weile in mich gehen. Da an dieser Art der Musik für mich so wahnsinnig viele Emotionen hängen und so viel aus dem Sektor eine so große Bedeutung für mich hat, muss ich da erst mal die passenden Worte finden. Dauert vielleicht ein wenig, aber ich will dieser für mich wichtigen Thematik dann doch auch bestmöglich gerecht werden.

    Wäre aber gespannt, ob ein paar andere Forenmitglieder hier auch was beizutragen haben, finde sowas immer spannend. Vielleicht auch gerade Leute, die nicht so wahnsinnig viele Berührungspunkte zu der Musik haben. Könnte ein interessanter Thread werden!

    €: Was ich dir aber jetzt schon beantworten kann, ist die Frage nach den Texten - wenn auch nicht ganz eindeutig. Dass man sich ein gewisses Textverständnis über die Jahre antrainiert, ist keine Frage, wobei auch viel an so Faktoren wie der Produktion, der Sprache (logisch) und auch der Art des Sängers hängt. Und natürlich auch am (Sub)Genre selbst. So jemand wie Nergal von Behemoth ist ja relativ leicht zu verstehen. Sowas wie Dream House von Deafheaven (wunderschöner Text übrigens) musste ich erst nachlesen, seitdem ist das mit dem Verstehen aber auch kein Problem mehr. Und dann gibts sowas wie Silencer, deren einziges Album für mich bis heute mit das beste ist, was ich an Gesangsperformances gehört habe, wo die Emotion, die die Stimme übermittelt viel wichtiger ist als der Text an sich. Da kenne ich die Texte, aber hab bis heute nicht erkannt, welcher Schrei da welche Silbe sein soll :lol:
     
    #2 Alphawolf, 16. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
  3. thedoomass

    thedoomass Parkrocker

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    Ich spiele seit 6 Jahren in ner Deathmetal Band, ich hab keine Ahnung was der Sänger singt. :D

    Persönlich ist mir der Text bei allen Arten des extremeren Metals relativ egal, geht mir da eher um die Stimmfarbe usw.
     
  4. Hägar

    Hägar Parkrocker

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    @thedoomass,

    kenn ich, geht mir mit Solstafir genauso
     
  5. Ksaver

    Ksaver Parkrocker

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    Da ich mich hier angesprochen fühle, möchte ich auch noch kurz was dazu beitragen. Ich höre aus der Richtung eigentlich ausschließlich Deafheaven. Die dafür aber sehr gerne. Anfangs hab ich sie auch wirklich nur aufgrund der Instrumentalisierung gehört, mittlerweile habe ich mich aber auch mit den Vocals angefreundet und könnte mir nichts mehr anderes dazu vorstellen. Die geben dem Ganzen einfach nochmal 'nen ordentlichen Boost in Sachen Emotionalität. Sobald dann aber der Post-Rock, Shoegaze, whatever gegen Geknüppel ersetzt wird, bin ich auch raus.
     
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