Der deutsche Comedian Dieter Nuhr erklärt uns Statistik. Genauer gesagt: warum die Wahrscheinlichkeit für Frauen in Deutschland, von ihrem Partner ermordet zu werden, praktisch bei null liegt.
Anlass für sein
"Erklärstücks" in seiner aktuellen ARD-Sendung "Nuhr im Ersten" sind die Femizide in Deutschland. Zwischen 300 und 350 seien es pro Jahr, sagt er. Und völlig klar, fügt er hinzu, sei jeder einzelne Fall einer zu viel. "Das ist doch keine Frage!", betont Nuhr in seiner Show.
Aber! Genau, jetzt kommt das "Aber".
Denn offenbar ist es für ihn doch eine Frage. Schließlich, so argumentiert Nuhr, bedeute das auch, dass letztlich nur verdammt wenige Männer Frauen ermorden würden, denn immerhin lebten Millionen von Männern in Deutschland. Deshalb, so seine Schlussfolgerung: Die Wahrscheinlichkeit liegt praktisch bei null!
Nun könnte man einwenden, dass bei seiner Kalkulation all jene schweren Gewalttaten außen vor bleiben, bei denen Frauen – aus reinem Zufall – nicht getötet wurden. Für 2023 zählte das Bundeskriminalamt 938 Mädchen und Frauen, die Opfer versuchter oder vollendeter Tötungsdelikte wurden. Aber alles halb so wild, passiert ja praktisch "nie".
Jedenfalls sind diese Zahlen für den 65-jährigen Kabarettisten kein Grund, neben seinem ganzen Frauen-Männer-Witzprogramm (höhöhö) und dem verbissenen Anti-Wokeness-Duktus das Thema Gewalt gegen Frauen einfach ruhen zu lassen.
Im Gegenteil, es muss sogar noch eine billige Pointe her. Und ein Ratschlag, wie Frauen sich schützen könnten. "Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr einfach erst mal kennenlernt", sagt Nuhr. Gelächter im Saal.
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