Was is der Unterschied zwischen Berufs-unfähigkeits und Unfallversicherung?
Das kommt drauf an... Bei vielen Berufsunfähigkeitsversicherungen ist eine Unfallversicherung schon eingeschlossen - weil sich das Leistungsspektrum da teilweise überschneidet. Aber längst nicht bei allen. Im Grunde ist es so: Eine private Unfallversicherung zahlt, wenn du einen (privaten) Unfall hast (bei der Arbeit bist du ja normalerweise über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt). Allerdings dann normalerweise nicht für die Behandlungskosten (das ist ja Sache der Krankenversicherung), sondern die Unfallversicherung soll dich absichern, wenn du durch einen Unfall invalide wirst. Beispiel: Du bist privat mit dem Auto unterwegs und verschuldest selbst einen Unfall, durch den du z.B. ein Bein verlierst (scheiß Gedanke

). Jetzt gibts da verschiedene Prozentsätze (sog. "Gliedertaxe"), nach denen berechnet wird, wieviel Geld du von der Unfallversicherung bekommst, z.B. um deine Wohnung behindertengerecht umzubauen oder auch für Behandlungen, die die Krankenversicherung vielleicht nicht übernimmt.
Im Grunde kann die Berufsunfähigkeitsversicherung etwas ähnliches sein... Wenn man das obere Beispiel mal aufgreift und du z.B. Berufskraftfahrer bist, würde die Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn du ein Attest von einem Arzt bekommst, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (was bei einem amputierten Bein wohl der Fall sein dürfte), dir wohl eine monatliche Rente bezahlen, die quasi deinen Verdienstausfall, der aus der Arbeitsunfähigkeit resultiert, abfangen soll. Es gibt aber natürlich auch Fälle, wo man berufsunfähig wird, ohne gleich invalide zu werden. Z.B. psychologische Gründe. Da zahlt dann NUR die Berufsunfähigkeit und nicht die Unfallversicherung.
Puh... Ich hoff du blickst durch.. Im Grunde ist es jedenfalls wohl am sinnvollsten, beides zu nehmen, bzw. evtl. eine kombinierte Berufsunfähigkeitsversicherung mit Unfallversicherung ;)