Deutsche Politik & Wahlen

Friedrich Merz versprach, die AfD zu halbieren. Sie hat sich verdoppelt. Kann es sein, dass es die falsche Strategie war, dauernd Verständnis für Rechts-Wähler und ihre Nöte zu zeigen?

Einrahmen könnte man besonders diesen Abschnitt:

In dieser Lage ist Verständnis die falsche Strategie. In dieser Lage kann die Forderung, dass man AfD-Wähler nicht beschimpfen, ja nicht einmal kritisieren dürfe, weil die doch einfach nur ihre Sorgen und ihr legitimes Nichteinverstandensein artikulierten, nur zurückgewiesen werden. Es gibt keinen vernünftigen Grund, die AfD zu wählen – es sei denn, man wäre ein Vaterlandsverräter und bereit, sich der Herrschaft, zumindest aber der Hegemonie des Wladimir Putin zu unterwerfen.

Und genau das wäre die angemessene Haltung der Union, deren Kulturkämpfer ja niemals Hemmungen hatten, außer den grünen Politikern auch deren Wähler, ja das ganze Milieu zu beschimpfen. Es gibt keinen Grund, die AfD zu wählen: weil deren Forderungen und Versprechungen entweder unerfüllbar sind (70 Prozent Rente) oder auf den Bankrott des Landes hinausliefen (EU-Austritt, Deutsche Mark zurück) oder auf den Bankrott aller Menschlichkeit (Remigration). Und weil, wie das im Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt gefordert wird, von der deutschen Kultur nur noch ein kümmerlicher, spießiger, provinzieller und barbarischer Rest bliebe. Der „Walkürenritt“ als Klingelton, und aus dem „Faust“ merken wir uns nur den einen Satz, dass ein deutscher Mann „keinen Franzen leiden“ mag.

In dieser Härte muss man es vor allem jenen Menschen sagen, die behaupten, dass bei ihnen zu Hause, auf dem Dorf oder in der Kleinstadt, die Verhältnisse ganz anders seien. Weil doch der Herr Siegmund, der sachsen-anhaltische Spitzenkandidat, so ein freundlicher, gut gelaunter Mensch sei. Und die AfD-Stadträtin sei eine anständige Frau, die einem immer zuhöre. Und der Bäcker, dieser hilfsbereite Mensch, sei auch in der AfD, die dann ja nicht so schlimm sein werde.

Doch, muss man antworten. Diese Partei hat die Zerstörung Deutschlands zum Ziel, weshalb wir über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihrer Mitglieder erst reden werden, wenn die ausgetreten sind aus der Partei.
 
mal ne allgemeine frage: geht es nur mir so, oder ist ein festival wie RiP einer der wenigen letzten ort, wo man keine blaubraunen spinner und rechte chaoten sehen muss? habe zwar schon gehört dass es bei festivals anderer musikstile nicht zwingend so ist, aber mir scheint der rock doch nach wie vor ziemlich stabil zu sein in einer zeit, in der immer mehr leute zu afd-fans mutieren. wie seht ihr das?
Beim Radsport, noch spezieller Bahnradsport, wir haben nur einen Impfgegner, aber hey die Bahn hat kein Dach und das Thema ist schon eine Weile Out.

Beim Rock gibt es schon auch einige Abgründe und Leute die auf einmal mit Freiwild oder Böse Onkelz um die Ecke kommen und man nur noch den Kopf schütteln kann.
 
Typ, der seit Jahren das Maul nicht halten kann, wenn es um die Grünen und ihre Wähler*innen geht, und das in jedes Bierzelt plärrt, dass es auch der besoffenste Besucher nach der sechsten Maß noch kapiert, stellt erstaunt fest, dass die Faschos vielleicht doch irgendwo gefährlicher sind.

Söder komm Aral Tanke Bare Knuckle Einzelkampf