Tickets 2027

Bandgagen sind ja nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen Bühnen, Technik, Security, Logistik, Personal, Infrastruktur, Energie und vieles mehr. Die Ticketumsätze wirken zwar gewaltig, aber die Ausgaben sind es eben auch.

Ich glaube deshalb nicht, dass allein über die Tickets der große Reibach gemacht wird. Richtig spannend dürften eher die Nebenerlöse sein: VIP, Camping-Upgrades, Fast Lane, Getränke- und Merchbeteiligungen usw.

Gerade beim Merch hatte ich dieses Jahr den Eindruck, dass da richtig Geld umgesetzt wurde. Teilweise standen die Leute in Schlangen von 100 Metern Länge für tagesexklusive Hoodies. Da dürfte für die Veranstalter vermutlich mehr hängen bleiben.
 
Also das Internetz sagt dass die Marge bei Festivals der Größenordnung bei 5-15% liegt. Find ich jetzt ehrlich gesagt garnicht mal so krass.
 
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Am Ende lief ja auf der Utopia Stage eine Art Filmabspann mit allen Beteiligten. Fand ich cool und wertschätzend. Das lief quasi endlos und bei den Sicherheitsdiensten hab ich mal gezählt. Es waren alleine 43 Stück, die da dieses Jahr offiziell beteiligt waren.

Nehmen wir mal an jedes Unternehmen hat nur 10 Mitarbeiter gestellt. Das wären dann: 430.
Jeder davon 10 Stunden Arbeit im Schnitt zu sagen wir mal extrem niedrig angesetzten 15 Euro/Stunde über im Schnitt über 4 Tage.. bist du schon bei 258000 Euro reinen Personalkosten. Und das ist wahrscheinlich wirklich die Unterkante eines realistischen Betrags.
 
Bei mir ist es das Mittel- und Unterfeld, dass mich jedes Jahr den Preis zahlen lässt. Headliner sind mir vollkommen egal und ich hoffe wirklich, es kommt nicht noch ein Utopia head dazu, den ich sehen will :lol:
Da drunter buchen die aber einfach immer zig meiner Lieblingsbands, die ich so geballt auf anderen Festivals nicht an 2/3 Tagen bekomm.

Und ich vergleiche den Preis auch mit den Preisen für Einzelkonzerte, da passt für mich das Preis-Leistungsverhältnis immernoch, selbst ohne Headliner.

Und kleine Festivals kommen ja noch 5-6 pro Jahr dazu, da kaufe ich bei einigen genauso jedes Jahr blind und hab auch schon Karten für nächstes Jahr (Raptorfestival, Heavydays z.B.),
RIP ist da die absolute Ausnahme bei mir.
 
Bei uns als (kleine) Gruppe ist RiP halt Genre mäßig ein sehr guter Kompromiss, den man sonst bei eigentlich keinem Festival hat. Das ist bei uns im Grunde das größte Argument für den Besuch und entsprechend Ticketkauf.

Ein paar, mich eingeschlossen, hören primär eher härtere Musik und waren eigentlich Stammgäste beim Full Force (:arrow:) und oder dem Summer Breeze.
Andere wiederum überhaupt nicht und hören mehr die Indie/Alternative Richtung und würden an sich auf dem Southside mehr Bands finden, die ihnen zusagen. Und on top gibt es dann noch Schnittmengen bei Bands "aus der Jugend" (sind alle Anfang - Mitte 30), die dann alle geil finden zu sehen wie z.B. Limp Bizkit oder auch sowas wie KIZ.
Eigentlich will ich aber vor allem auf den Mix aus durchaus sehr harten Bands (spontan denke ich an Gatecreeper oder Blood Incatation dieses Jahr, letztes zB Fit For an Autopsy oder Terror, davor Thy Art is Murder etc...) und eben auch sehr massentauglichen Bands hinaus.

Tatsächlich würde ja auch ein Einzelkonzert von den genannten härteren Bands auch schon schätzungsweise 40-50€ kosten. Bei ner Band wie Limp Bizkit wäre es vermutlich dreistellig, was mir dann auch viel zu viel wäre. Aber durch Zusammenspiel von vielen Kleineren + dann noch coolen großen Bands lohnt sich der Ticketpreis von rund 300€ in jedem Fall, wenn man es so betrachtet.
 
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Grundsätzlich ist die Diskussion ja eh müßig, da der Veranstalter natürlich versuchen wird das maximal Mögliche auszuloten. Die Strategie den ersten Headliner bereits während des laufenden Festivals zu präsentieren scheint ja voll und ganz aufzugehen.
Mich verwundert da tatsächlich dann auch nicht das Preisstufe 1-3 so schnell weg sind. Preisbereich 300-350 Euro ist, realistisch gesehen, für das was jedes Jahr an Lineup geboten wird absolut im Rahmen.
Wenn ich vergleiche mit meinem letzten Besuch vor 7 Jahren dann hat sich in vielen Bereichen schon verdammt viel geändert und das häufig auch zum Guten. Allein die aktuelle Bühnentechnik und die Videotürme sind schon ein massives Upgrade was man natürlich auch mit bezahlt.

Eher finde ich als langjähriger Festivalgänger verstörend das VIP Pakete, Atmos Camping, Backstage Camping und so weiter für, meiner Ansicht nach, irrsinnige Preise ohne mit der Wimper zu zucken gekauft werden.
Aber es scheint ja das zu sein was ein nicht zu vernachlässigender Teil der Besucher will und was natürlich nochmal richtig Geld in die Kasse schwemmt.
 
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"Deshalb steht da ja „in der Größenordnung“ Sherlock 🫡"

Schweig :D es is noch früh am Morgen. Ja, ich seh persönlich anhand der Masse an Bands und den Bühnen die 260 bzw jetz 340 Euro als extrem günstig an. Wenn ich das mit meiner Konzertsucht gleichsetze kostet mich jede einzelne Tour immer 50 Euro das Ticket / 100 das Hotel plus Sprit / Essen / Trinken. Macht pro Künstler locker 300 Euro an Kosten.

DIe Ticketpreise bei RiP sind fair, wer was anderes behauptet, hat einfach keinen Plan vom Business und was die ganze Maschine an Geld verschlingt.

Allein die Hauptkosten mal betrachtet:
- Genehmigungen der Behörden
- Secus
- Bühnen und Soundtechnik
- Bartechnik und Personal
- Reinigungspersonal
- Aufbau / Abbaukosten
- Marketing
- Mitarbeiter die monatlich bezahlt werden
- größte Kostenfaktor Bands ( abgesehen von LP haben auch andere größere Bands Preise die sich gewaschen haben inkl. Booking Fee) Tippe mal allein dieses Jahr an ca. 7 - 10 Mio Euro Bandkosten.


Ich behaupte nicht, das Matt Schwarz Geld mitbringt, ganz sicher nicht. Jedoch wenn wir mal die Annahme machen, dass sie sich 5%- 10% einstecken wären das bei dem Ticketpreis 30 Euro. Da kommen auf die Kosten von 1000 Euro pro Wochenende (Das waren meine) 100 Euro an Rock Im Park als Gewinn. Da zahl ich an jeder Tanke mehr Gewinnabgabe.

Find diese ganze Diskussion um Ticketpreise bei diesen Festivals so ermüdend. Fahr mal aufs Reload nach England oder aufs Hellfest nach Frankreich, dann wünscht du dir das RiP zurück.

Stellt euch mal vor, es würde das RiP nicht mehr geben, was das allein an wirtschaftlichen Einbußen für Nürnberg bedeuten würde bzw. emotional für uns :D solange die Ticketkosten nicht auf 500 hochgehen können wir froh sein, dass sowas in Deutschland in der Form noch möglich ist.
 
Grundsätzlich ist die Diskussion ja eh müßig, da der Veranstalter natürlich versuchen wird das maximal Mögliche auszuloten. Die Strategie den ersten Headliner bereits während des laufenden Festivals zu präsentieren scheint ja voll und ganz aufzugehen.
Ja vor allem einen Premierenheadliner und das auch noch als erstes in Europa. Es gibt ja noch keine weiteren Tourdaten von blink-182 aktuell, oder bin ich da nicht mehr aktuell?
Da kaufen also auch Leute aus dem benachbarten Ausland ein, die vielleicht noch nie bei Rock am Ring/Rock im Park waren.
 
Aso und ist euch aufmerksamen Mäusen mal aufgefallen, wieviel Werbung geschaltet wurde für andere noch dieses Jahr laufende Festivals ? Southside, Wacken, Hurricane, Eskalation Fest. Alles nicht ausverkauft....ich denke, dass allein spricht für sich. Auch wenn man sich die LineUps der einzelnen anderen Festivals ansieht. Die Leute sind alle knapp bei Kasse und sehr wählerisch, wo sie sich diesen Jahresurlaub gönnen.
 
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Aso und ist euch aufmerksamen Mäusen mal aufgefallen, wieviel Werbung geschaltet wurde für andere noch dieses Jahr laufende Festivals ? Southside, Wacken, Hurricane, Eskalation Fest. Alles nicht ausverkauft....ich denke, dass allein spricht für sich. Auch wenn man sich die LineUps der einzelnen anderen Festivals ansieht. Die Leute sind alle knapp bei Kasse und sehr wählerisch, wo sie sich diesen Jahresurlaub gönnen.
Ohja! Das ist uns auch aufgefallen und wir haben auch drüber gesprochen.
RaR/RiP macht halt etwas richtig. Die kleinen Festivals sterben aus und alles konzentriert sich auf einzelne Große.
 
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Die Zusammenhänge sind in der Regel noch komplexer. Gerade durch Fusionen und Übernahmen, nicht nur horizontal (gleiche Funktion), sondern auch vertikal (Tickets/Booking/lokaler Veranstalter/Veranstaltungsort/etc) entstehen da Synergien und Paketangebote. Wer davon am meisten profitiert liegt natürlich im Auge des Betrachters. Gerade für junge Menschen ist der finanzielle Gesamtinvest für ein großes Festival hart an der Grenze des machbaren. Ich beobachte da auch gerne Coachella als mögliches eher abschreckendes Zukunftsszenario
 
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Ich hab mich v.a. über die Werbung für Wacken gewundert. Das war doch eigentlich immer ein Selbstläufer und super schnell ausverkauft. Warum kacken denn die grade so ab?
 
Ich hab mich v.a. über die Werbung für Wacken gewundert. Das war doch eigentlich immer ein Selbstläufer und super schnell ausverkauft. Warum kacken denn die grade so ab?

Die Leute achten immer mehr auf den Headliner, und da hat Wacken so langsam aber sicher den Anschluß verloren (meine Meinung). Mit Def Leppard, Judas Priest, Europe oder Saxon in den oberen Zeilen zieht man eben keine 80.000 Menschen mehr für 300€ auf das Gelände
 
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Ja schwerige Zeiten für kleine Festivals.
Bist da ja oft auch schon bei 70-80€ fürs Wochenendticket, ohne irgendwelchen größeren Bands.
Dass viele sich dann für ein 300€-Festival entscheiden, wo vllt eine absolute Lieblingsband Headliner ist (LP, Blink, ecc.) kann ich absolut nachvollziehen. Rentiert sich halt mehr, als zu 1-2 kleinen Festivals zu gehen und ein LP-Einzelkonzert mitzunehmen. Oder sie entscheiden sich eben nur für das LP-Einzelkonzert statt einem kleinen Festival.

Mir persönlich sinds mittlerweile einfach viel zu viele Menschen und ich hab, glücklicherweise, die meisten der für mich großen interessanten Bands gesehen. Daher genieß ich lieber ein paar kleine Bands auf nem entspannten Festival, als zu RiP zu gehen :D
 
Die Leute achten immer mehr auf den Headliner, und da hat Wacken so langsam aber sicher den Anschluß verloren (meine Meinung). Mit Def Leppard, Judas Priest, Europe oder Saxon in den oberen Zeilen zieht man eben keine 80.000 Menschen mehr für 300€ auf das Gelände
Nicht nur das. Ich glaube auch Komfort wird immer wichtiger.
Dazu zähl ich auch z.b. Wetter und Entfernung.
Wacken verbindet man halt mit Schlamm aber immer mehr wollen duschen, wasserklos und eben nicht schmutzig werden. Klar haben die da auch ihre Camping Aufschläge aber das ändert nichts am Acker.
Außerdem liegt Wacken im Norden von Deutschland was für mich aus Süddeutschland schon echt n ritt wäre.
Und dann ist es eben sehr nischig. Gibt halt mittlerweile überall auf der Welt gute Metalfestivals. Vielleicht hat es einfach auch an seinem Stellenwert verloren.